Marktkommentar der Schwyzer Kantonalbank Konjunktur : Dynamik lässt etwas nach

Nachdem die letzten Monate von anziehenden Konjunkturdaten und neuen Höchstständen der Frühindikatoren geprägt waren, vermochten die jüngsten Daten in den USA nicht ganz dort anzuknüpfen…..


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Mai 2017 Standpunkt   – Schwyzer Kantonalbank – Konjunktur


Einen Dämpfer gab es beim Bruttoinlandprodukt (BIP) der USA. Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Quartal 2017 nur gerade mit 0.7% (zum Vorquartal; annualisiert). Insbesondere der schwache Privatkonsum drückte auf die Wachstumsrate. Die Aussichten für ein höheres Wachstum in den kommenden Quartalen sind aber weiter positiv. Die Frühindikatoren zeichnen trotz allem ein optimistisches Bild der US-Wirtschaft. So liegt der Einkaufsmanagerindex der Industrie (PMI) im April zwar mit 54.8 Punkten klar unter den Vorwerten, befindet sich aber weiterhin deutlich über der Wachstumsgrenze von 50 (vgl. Abb.). Auch das Verbrauchervertrauen konnte sich praktisch auf dem hohen Niveau des Vormonats halten.

US-Arbeitsmarkt bleibt eine Stütze Seit weit über zwei Jahren befinden sich die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich unter 300’000. Werte unter dieser Marke werden typischerweise in konjunkturellen Boomphasen erreicht. Ausserdem verringerte sich die Arbeitslosenquote signifikant und liegt nun noch bei 4.5%, dem niedrigsten Stand seit fast 10 Jahren. Eine leise Enttäuschung gab es am Arbeitsmarkt dann doch noch, denn die US-Unternehmen schufen im März “nur” 98’000 neue Stellen (vgl. Abb.). Dies ist allerdings vor dem Hintergrund einer zunehmenden Vollbeschäftigung zu sehen.

Intakter Aufwärtstrend in der EU Die Wirtschaft der Eurozone konnte ihr Wachstumstempo halten und wuchs gemäss einer ersten Schätzung im ersten Quartal 2017 um 0.5% (zum Vorquartal; nicht annualisiert). Die Frühindikatoren signalisieren zudem ein weiteres Anziehen der Konjunktur. Der PMI der Industrie verzeichnet mit einem Wert von 56.7 Punkten den höchsten Stand seit sechs Jahren. Der Aufschwung ist zudem breit abgestützt, nur in Griechenland liegt der PMI unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Teuerung verhält sich aktuell volatil, so sprang die Kerninflation (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) im April überraschend von 0.7% auf 1.2%.

Gemischte Signale aus China Neben den überzeugenden chinesischen Aussenhandelszahlen konnten sowohl die Detailhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion mit einem hohen Wachstum aufwarten. Ebenso wuchs das BIP im ersten Quartal 2017 um 6.9% (zum Vorjahresquartal). Auf den zweiten Blick relativiert sich das starke Resultat allerdings etwas, war er doch hauptsächlich von staatlichen Investitionen in die Infrastruktur getrieben. Der PMI der Industrie hat sich im April zudem überraschend verringert und liegt mit 51.2 Punkten nur noch knapp über den kritischen 50 Punkten.

05 05 17 SKB

Quelle: BONDWorld.ch