Marktkommentar der Schwyzer Kantonalbank Konjunktur : Globaler aufschwung hält an

Unverändert robust zeigt sich die Konjunktur in praktisch allen Regionen. Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal sogar noch stärker gewachsen als bisher angenommen….


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld Click here to register for your free copy 


September 2017 Standpunkt   – Schwyzer Kantonalbank – Konjunktur


So wurde das Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) auf 3% (zum Vorquartal; annualisiert) nach oben revidiert. Anzeichen dafür, dass das Wachstumstempo auch zu Beginn des dritten Quartals gehalten werden kann, liefert die kontinuierlich starke Zunahme des privaten Konsums. Wie schon in den Vormonaten legten die Detailhandelsumsätze auch im Juli kräftig zu, von einer Sommerflaute ist also nichts zu spüren.

US-Arbeitsmarkt verliert etwas an Schwung

Mit 156’000 neu geschaffenen Stellen im August konnten die (hohen) Erwartungen nicht erfüllt werden. Allerdings bleibt die Verfassung des Arbeitsmarktes weiterhin gut, denn der Stellenaufbau ist nach wie vor weit stärker als nötig: Um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt und die Arbeitslosenrate konstant zu halten, braucht es lediglich 75’000 bis 100’000 neue Stellen pro Monat. Zudem schafft die US-Wirtschaft seit nunmehr 83 Monaten in Folge netto neue Stellen. Dies ist das längste je gemessene Beschäftigungswachstum am Stück.

Erfreuliche Einkaufsmanagerindizes

Ein überzeugendes Bild liefert der Einkaufsmanagerindex (PMI) der US-Industrie. Er liegt mit 58.8 Punkten weit über der Wachstumsschwelle von 50 und so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Doch auch die Eurozone muss sich nicht verstecken, stieg doch der PMI der Industrie nach einem kurzen Rückgang im Juli bereits wieder auf 57.4 Punkte (vgl. Abb. links). Diese positive Entwicklung ist auf Länderebene breit abgestützt und nicht nur Deutschland zu verdanken.  Die Schweiz übertrumpft die USA und Eurozone auch im August mit einem PMI von 61.2 Punkten. Doch trotz dieser guten Vorgaben des Frühindikators macht sich das noch nicht im Wirtschaftswachstum bemerkbar. Im zweiten Quartal betrug die BIP-Zunahme nur 0.3% (zum Vorquartal; nicht annualisiert) und das Wachstum des ersten Quartals wurde sogar noch um 0.2 Prozentpunkte auf 0.1% nach unten revidiert (vgl. Abb.). Die Aussichten auf eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr bleiben jedoch intakt, insbesondere angesichts der aufgehellten globalen Konjunktur, der Abschwächung des Frankens zum Euro und der weiterhin sehr starken Frühindikatoren.

Guter Lauf in Japan

Eine Reihe erfreulicher Konjunkturdaten wurde in Japan publiziert. Das BIP legte im zweiten Quartal überraschend um 1% zu (zum Vorquartal; nicht annualisiert). Damit beschleunigte sich das Wachstum deutlich und stieg nun bereits die letzten sechs Quartale in Folge an. Dies war letztmals im 2005/2006 der Fall. Ausgerechnet die lange als Schwachpunkt geltenden privaten Konsumausgaben trugen einen substanziellen Teil zum Wachstum bei.

07 09 17 SwKant

Quelle: BONDWorld.ch