Marktkommentar der Schwyzer Kantonalbank Konjunktur : Überraschendes aus den Usa und UK

Trotz Überraschungen in den jüngst publizierten Daten ändert sich unsere Einschätzung zur Wirtschaftslage nicht. Weiterhin bleiben der Arbeitsmarkt und die Konsumenten die treibende Kraft hinter der verhalten positiven Entwicklung. Die Industrie hingegen kann nach wie vor nicht zulegen….


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September 2016 Standpunkt   – Konjunktur – Schwyzer Kantonalbank


Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA bleiben auf einem tiefen Niveau, seit nunmehr über 75 Wochen kommt die Zahl bei unter 300’000 zu liegen (vgl. Abb.). Ebenso solide präsentiert sich die Anzahl neugeschaffener Stellen. So knüpft die am Freitag publizierte Zahl von 151’000 an die letzten zwei Werte an und drängt die doch sehr enttäuschende Zahl vom Monat Mai weiter in den Hintergrund.

US-Industrie enttäuscht Nicht erwartet wurde der Rückgang des Einkaufsmanagerindex in den USA im August auf einen Stand von 49.4 Punkten und somit unter die Wachstumsschwelle von 50. Auch die Analysten gingen von Werten von klar über 50 aus. Die weitere Entwicklung dieses Industrie-Indikators wird nun ins Zentrum des Interesses rücken. Vielversprechender sieht es auf der Konsumentenseite aus. Das verfügbare Einkommen der US-Haushalte wächst kontinuierlich an, was sich weiter positiv auf die Konsumaktivitäten auswirken sollte. Die Inflation, gemessen an dem von der Fed bevorzugten PCE-Indikator, bleibt mit 0.8% im Ver gleich zum Vormonat auf tiefem Niveau. Auch die Kerninflation (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) bleibt mit 1.6% unter der von der Fed angestrebten 2% -Marke.

Grossbritannien überrascht positiv Für eine Überraschung sorgten Industriedaten aus Grossbritannien. Nach einer starken Eintrübung unmittelbar nach dem Brexit-Votum ist der Einkaufsmanagerindex im August auf starke 53.3 Punkte gestiegen – der höchste Stand seit Oktober 2015. Erwartet worden war ein Wert von klar unter 50. Namentlich die starke Zunahme der Exportaufträge – ausgelöst durch die Schwäche des Pfunds – hat zu der fulminanten Erholung beigetragen. Einen so hohen Wert konnte selbst die Eurozone mit 51.7 Punkten nicht ausweisen. Dort bleibt Deutschland ganz klar der Wachstumstreiber, in Italien fiel der Index hingegen unerwartet unter 50.

Ruhige Zeiten in der Schweiz Die Entwicklung des Schweizer Einkaufsmanagerindex verlief bislang in diesem Jahr eher volatil. Nachdem der Wert im Juli nur noch ganz knapp über der Wachstumsgrenze lag, war es umso wichtiger, dass sich die Zahl im August wieder etwas davon lösen konnte, was mit einem Stand von 51.0 der Fall war. Die Exporte zeigten sich im Juli freundlich und stiegen um 5.5% (real, zum Vormonat). Einmal mehr konnte die Pharma- und Chemiebranche am stärksten zulegen, bereits den 14. Monat in Folge sanken hingegen die Exporte der Uhrenindustrie

05 09 16 SKBKong

Quelle: BONDWorld.ch