Marktkommentar von State Street zur geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank

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Antoine Lesné


Lee Ferridge: „Wie allgemein erwartet, verlief die Juli-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) der Federal Reserve (Fed) recht unspektakulär. Die Notenbank beliess Leitzinsen und Bilanz unverändert und auch die nach der Sitzung herausgegebene Erklärung wich nur geringfügig von der im Juni ab. Die Markterwartungen hinsichtlich des Beginns der Bilanzverkürzung der Fed im September bleiben also bestehen, wohingegen die Meinungen zu den Aussichten auf eine Leitzinserhöhung im Dezember weiterhin auseinandergehen. Insgesamt wird dies wenig dazu beitragen, die jüngste Abwertung des Dollars zu stoppen. Mit einer Beschleunigung des Kursverfalls ist allerdings auch nicht zu rechnen. Die Fed hält an ihrem Plan fest, ihre expansive Geldpolitik allmählich zu verringern. Allerdings werden die Marktteilnehmer wohl nur dann erwarten, dass die Fed in 2017 die Leitzinsen noch ein drittes Mal erhöht, wenn sich die Wirtschaftsdaten in den USA verbessern.“

Antoine Lesné: „Die Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC) der Federal Reserve (Fed) endete erwartungsgemäss ohne wirkliche Ueberraschungen, da sowohl die Leitzinsen als auch die Bilanz unverändert blieben. Aufgrund der nach wie vor geringen Inflation, rechnen wir weiterhin damit, dass die Bilanzverkürzung erst auf der Sitzung im September eingeläutet wird. Auch eine Leitzinserhöhung im Dezember liegt nach wie vor im Bereich des Möglichen. Um die gegenwärtigen Leitzinsprognosen der FOMC-Mitglieder, die so genannten „Dot-Plots“, für 2018 zu rechtfertigen, bedarf es jedoch eines deutlicheren Inflationsanstiegs. Die Geldpolitik der Fed bleibt folglich nach wie vor recht akkommodierend und dürfte dementsprechend keinen Druck auf die Preise für risikoreiche Vermögenswerte ausüben, deren Entwicklung stattdessen hauptsächlich auf Wirtschaftsdaten und den in dieser Woche veröffentlichten Unternehmensergebnissen beruhen sollte.“ 

Quelle: BONDWorld