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Polen Capital: Demografische Entwicklung und Automation sprechen gegen anziehende Inflation

Polen Capital: Viele Investoren sind durch den jüngsten Anstieg der Zinssätze und der Inflationserwartungen beunruhigt.

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Autor: Dan Davidowitz, Portfoliomanager Polen Capital


Bei Polen Capital bewerten wir dies jedoch anders: So sind beispielsweise US-Treasuries nur auf das Niveau von vor der Pandemie zurückgekehrt. Betrachtet man die Zinstrends der letzten 40 Jahre, so erscheint uns dieser Anstieg nicht signifikant.

Zudem glauben wir, dass es verschiedene Faktoren gibt, die gegen einen weiteren Anstieg der Inflation sprechen. Die demografische Entwicklung und die entsprechende Alterung der Gesellschaft sowie die zunehmende Automatisierung sind starke Argumente, die gegen eine anziehende Inflation und steigende Zinsen sprechen.

Sollten die Zinssätze dennoch beispielsweise auf das Niveau der 2000er-Jahre zurückkehren – im Falle 10-jähriger US-Treasuries läge dieses bei 4 Prozent –, so ist mit einem signifikanten Rückgang der Aktienbewertungen zu rechnen. Die Herausforderung läge dann darin, Unternehmen ausfindig zu machen, die diese Bewertungskompression überwinden und weiterhin zufriedenstellende Renditen bieten können. Dies werden vor allem Unternehmen sein, die über starke Bilanzen mit nur geringen zinstragenden Verbindlichkeiten verfügen und durch ihre Wettbewerbsvorteile eine Preissetzungsmacht innehaben.

Unserer Erfahrung nach werden langfristig hohe Renditen vor allem von nachhaltigem Gewinnwachstum getrieben. Solche Unternehmen sind jedoch selten – und sie zu finden wird die Herausforderung der kommenden Jahre. Wir sehen dies als Chance für hervorragende Portfoliomanager, sich wieder stärker von der Konkurrenz abheben zu können.

Quelle : BondWorld.ch