Raiffeisen

Raiffeisen: Die Schweizer Konjunkturerholungwurdemit denvorübergehenden Ladenschliessungen zu Jahresbeginn noch ein-mal ausgebremst.

Raiffeisen : Ab dem zweiten Quartal wird aber wieder eine schwungvollere Dynamik erwartet. Dies gilt ebenso für die Nachbarländer.

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Raiffeisen Economic Research – Konjunkturcheck – März 2021


Die Notenbanken wollen nicht, dass ein übermässigstarkerAnstieg der Langfristzinsen den Aufschwung gefährdet.

Die EZB kauft deswegen präventiv wieder mehr Anleihen. Und an der SNB-Geldpolitik ändert sich,trotz derleichtenEntspannung an der Wechselkursfront,absolut nichts.

Die Pandemie hat die globalen Wertschöpfungsketten mächtig durcheinander gewirbelt. Im letzten Frühjahr stan-den die Produktionsbänder plötzlich und auf breiter Front still. Dies ist aktuell zwar nicht wieder der Fall. Die Industrie bleibt weitgehend von Schliessungen verschont. Die Liefer-fristen haben sich dennoch stark verlängert, vor allem wegen verzögerter Schiffslieferungen aus Asien. Und die vorüberge-hende Blockade des Suez-Kanals durch die „Ever Given“schafft hier kurzfristig sicher ebenfalls keine Abhilfe. Promi-nent sind auch die Engpässe bei Halbleitern in der Automo-bilindustrie. Die Autohersteller haben im Zuge des letztjähri-gen Nachfrageeinbruchs ihre Chip-Bestellungen zu stark reduziert und die Chip-Hersteller haben ihre Kapazitäten an andere Branchen vergeben, womit es weltweit immer wie-der zu Produktionsausfällen kommt.

Stillgelegte Schiffe und haufenweise gestrandete Container in Europa und den USA haben in Kombination mit der star-ken Nachhol- bzw. Zusatznachfrage nach asiatischen Gütern die Schifffrachtraten von China aus massiv in die Höhe ge-trieben. Weltweit melden Unternehmen aufgrund der zahl-reichen Engpässe insgesamt einen starken Anstieg der Be-schaffungskosten.

Einen nachhaltigen Inflationsschub sollte dies jedoch nicht lostreten. Denn vielen Unternehmen fehlt nach eigenen Aus-sagen die Marktmacht, die höheren Kosten an ihre Kunden zu überwälzen. Zudem handelt es sich bei den Preissteige-rungen teilweise lediglich um einen Wiederanstieg von Corona-bedingt tieferen Niveaus aus, nicht zuletzt beim Öl-preis. Und ein Grossteil der Preisbewegungen sollte vorüber-gehender Natur sein. Weiterhin recht stabile Frachtraten in-nerhalb Asiens lassen mit dem Einpendeln der Warenströme, und der Rotation der erhöhten Güternachfrage zurück Rich-tung personennahe Dienstleistungen, wieder eine Entspan-nung an der Preisfront erwarten. Die Frachtraten von China nach Europa haben in den letzten Wochen jedenfalls bereits wieder etwas nachgegeben.

Quelle: BONDWorld.ch