„Solide Fundamentaldaten“

US-amerikanische Small Cap-Indizes wie der Russell 2000 sowie Indizes für US-Hochzinsanleihen gaben nach, und der USVolatilitätsindex VIX ist von seinem tiefsten Stand seit einem Jahr aus wieder angestiegen. . …

Charles Ma Client Investment  Strategist  Greater China & South East Asia Retail Distribution


In Europa verloren die Aktienmärkte kurzfristig; der deutsche Leitindex DAX 30 durchbrach von oben die 13.000 Indexpunkte

Unter anderem scheinen sich die Anleger stark für die USSteuerreform zu interessieren. Eine US-Steuersenkung ist am USMarkt bereits in beträchtlichem Maße eingepreist, weshalb eine Verzögerung oder Verwässerung der erwarteten Steuersenkungen die Marktvolatilität erhöhen könnte. Aufgrund des hohen Unternehmenssteuersatzes sind US-amerikanische Small Caps für neue Entwicklungen beim Thema Steuerreform anfälliger als Large Caps. Aber auch Unsicherheiten um den Ölpreis forderten ihren Tribut. 

In der vergangenen Woche wurden in den meisten Regionen die Unternehmensgewinne für das dritte Quartal 2017 bekanntgegeben. In allen Regionen – USA, Europa, Japan und Schwellenländer – stiegen die Gewinne im Berichtsquartal an und lagen zumeist über den Prognosen. In den USA und Japan wurden dabei die größten Abweichungen nach oben verzeichnet, gefolgt von den Schwellenländern und Europa. 

Die Woche voraus

Am kommenden Montag wird der US-Frühindikator für Oktober veröffentlicht. Da der ISM für das verarbeitende Gewerbe im Oktober gut ausfiel und die Auftragseingänge für dauerhafte Gebrauchsgüter im September hoch waren, rechnet der Markt mit einem leichten Anstieg des Frühindikators im Vergleich zu September. In jenem Monat war der Frühindikator vor allem aufgrund der beiden heftigen Hurrikane im Süden der USA auf -0,2% gefallen. Ebenfalls am Montag werden in Japan die Export- und Handelsbilanzzahlen für Oktober bekanntgegeben. Das japanische Exportwachstum zieht seit Mitte 2016 an, da der japanische Yen (JYP) gegenüber dem US-Dollar (USD) von 100 JPY/1 USD auf zuletzt 113 JPY/1 USD abgewertet hat. Wir rechnen weiterhin mit einem kräftigen Exportwachstum und einem hohen Handelsbilanzüberschuss. Im vergangenen Monat verzeichnete Japan ein Exportwachstum von 14% gegenüber dem Vorjahr, und der Handelsbilanzüberschuss belief sich auf 667 Milliarden JPY. 

Am Mittwoch stehen die US-Auftragseingänge für dauerhafte Gebrauchsgüter und der Stimmungsindikator der University of Michigan für November an. Der Markt geht von einem Anstieg der Auftragseingänge für dauerhafte Gebrauchsgüter im Oktober um nur noch 0,5% aus, nachdem der Index im September deutlich um 2,0% in die Höhe geschnellt war. Zwar sollten die Investitionsausgaben in den USA der jüngsten ISM-Umfrage zufolge hoch bleiben, aber die Aufwertung des US-Dollar könnte für Gegenwind sorgen. Der Stimmungsindex der University of Michigan für November sollte gegenüber seinem Tiefstand von 97,8 im Oktober wieder ansteigen. Da die Hurrikane nicht so schlimme Auswirkungen wie befürchtet hatten, sollte sich der Stimmungsindex im Vergleich zur vorläufigen Schätzung erholen. In Europa wird am Mittwoch der Index für das Verbrauchervertrauen im Euroraum für November bekanntgegeben. Der Index bewegt sich seit Juli 2016 aufwärts, und dieser Trend sollte angesichts der zuletzt günstigen Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum anhalten. 

Am Donnerstag steht dann der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Euroraum für November an. Der Index hat sich zuletzt sehr gut entwickelt und notiert seit Jahresbeginn auf einem Stand von über 55. Sowohl die Beschäftigungssituation als auch die Konjunktur im Euroraum verbessern sich weiter. Daher sollte der Einkaufsmanagerindex auch in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau verharren. Und zuletzt wird am Freitag die Vorabschätzung des Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA für November veröffentlicht. Ähnlich wie im Euroraum liegt der US-Markit-Index für das verarbeitende Gewerbe seit Jahresbeginn bei über 50 (d.h. über der Expansionsschwelle). Der Markt rechnet für November mit einem Wert von 54, ähnlich wie im Vormonat. 

Handeln

Nachdem die globalen Aktienkurse zwei Monate lang deutlich zugelegt haben, ist es nicht überraschend, dass sie jetzt ein wenig schwächeln. Diese Phase sollte jedoch von kurzer Dauer sein, da die makroökonomischen Daten und die Unternehmensgewinne weltweit weiterhin günstig ausfallen. Ich wünsche Ihnen, dass die wirtschaftlichen Fundamentaldaten auch künftig so solide wie bisher bleiben!

Source: BondWorld