StateStreet : Anlegervertrauen sinkt im August um 2,1 Punkte auf 106,8

State Street Global Exchange veröffentlicht die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index® (ICI) für August 2017….

Der Global Investor Confidence Index sank gegenüber des revidierten Werts vom Juli um 2,1 Punkte von 108,9 auf 106,8 Punkte. Die verschlechterte Stimmung unter den Anlegern beruhte im Wesentlichen auf einem Rückgang des European ICI um 4,9 Punkte auf 89,3 und des North American ICI um 0,3 Punkte auf 111,8. Der Asian ICI stieg hingegen um 3,3 Punkte auf 99,3. 

Der ICI wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates, dem Forschungs- und Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange, entwickelt. Der Index misst das Anlegervertrauen bzw. die Risikobereitschaft der Investoren auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Investoren analysiert. Der ICI bestimmt Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern genau: Je grösser der Portfolioanteil von Aktien, desto grösser ist die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der Index auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Investoren und nicht auf deren Meinungen.

 „Nachdem die Risikobereitschaft im Juli deutlich angestiegen war, schienen globale Anleger im August eher eine abwartende Haltung einzunehmen“, kommentierte Kenneth Froot. „Allerdings flossen in die Berechnung des ICI nur Daten bis einschliesslich 23. August ein, weshalb die Reaktionen der Anleger im Nachgang des für sie wichtigen Treffens der Zentralbanken in Jackson Hole nicht berücksichtigt worden sind.“ 

„Für die Eurozone scheint in diesem Jahr alles richtig zu laufen“, sagte Michael Metcalfe, Senior Managing Director und Leiter der Abteilung Global Macro Strategy von State Street Global Markets. „Wachstum und Gewinne haben die Erwartungen übertroffen und die möglichen Ereignisse, die als politische Risiken eingestuft wurden, sind nicht eingetreten. Dennoch zeigt die vorsichtigere Haltung der europäischen Anleger in diesem Monat, dass mögliche Negativwirkungen eines stärkeren Euros und einer Reduzierung der Anleihekäufe der Zentralbank nicht länger ignoriert werden können.“

Quelle: BondWorld