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Trump-Unruhen belasten die Finanzmärkte

Die Kurse an den amerikanischen Aktienmärkten verzeichneten Mitte der Woche den stärksten Tagesrückgang seit September letzten Jahres. Auch die Treasury-Renditen gaben spürbar nach…..


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Die Kurse an den amerikanischen Aktienmärkten verzeichneten Mitte der Woche den stärksten Tagesrückgang seit September letzten Jahres. Auch die Treasury-Renditen gaben spürbar nach. Angestossen wurde die Korrektur durch die zunehmenden politischen Unruhen rund um die Trump-Regierung, wobei diese Woche auch offizielle Ermittlungen eingeleitet wurden. Schwächere Konjunkturdaten aus den USA und aus China haben bereits zuvor zur Zurückhaltung an den Aktienmärkten beigetragen. Die wieder aufkeimende Unsicherheit über die Nachfragedynamik in China belastet auch die Rohstoffmärkte. Ein Déjàvu-Erlebnis vergleichbar mit den globalen Wachstumssorgen Anfang 2016 sehen wir jedoch nicht.

Die US-Wirtschaft bewegt sich, trotz der schwachen BIP-Zahlen für das erste Quartal und der politischen Tumulte, auf einem robusten Wachstumspfad. Solide Immobilienmarktindikatoren sowie ein stärker als erwartetes Plus bei der Industrieproduktion haben diese Woche die Aussichten auf eine wieder deutlich stärkere Wachstumsdynamik im zweiten Quartal bestätigt. Nächste Woche stehen die Aufträge für langlebige Güter zur Veröffentlichung an. Die jüngsten Aussagen von Fed-Vertretern zeigten entsprechend keine Anpassung der Konjunktureinschätzungen. Dies sollte sich auch im Protokoll zur letzten Fed-Sitzung widerspiegeln. Im Fokus steht dabei derzeit der Stand der Diskussion über die Rückführung der Bilanz der amerikanischen Notenbank.

In China folgten die jüngsten enttäuschenden Handelsdaten auf eine äusserst starke Dynamik in den Vormonaten. Und die zu beobachtende Verlangsamung bei der Kreditvergabe basiert vor allem auf der verschärften Regulierung für ausserbilanzielle Anlagevehikel, während sich das Wachstum der Unternehmenskredite robust zeigt. Insgesamt gehen wir nach der starken chinesischen Konjunkturdynamik zum Jahreswechsel unverändert von einer kontrollierten Verlangsamung aus.

Stabile Eurozone-Erholung stützt Euro.

In der Eurozone und auch der Schweiz waren zuletzt bei den Konjunkturindikatoren hingegen kaum Schwächen festzustellen.

Auch für die nächste Runde der Unternehmensumfragen werden hohe Niveaus erwartet. Damit ist eine Fortsetzung der robusten Konjunkturerholung angezeigt. Unter den wichtigen Ländern fällt lediglich Italien aus dem Rahmen. Zu Jahresbeginn konnte die italienische Wirtschaft weiter nur um 0.2% gegenüber Vorquartal zulegen. 19 05 17 1raf

Das stabilere Konjunkturumfeld in der Eurozone hat zuletzt eine Aufwertung der Gemeinschaftswährung begünstigt. Gegenüber dem Schweizerfranken hat der Euro seit den französischen Präsidentschaftswahlen deutlich gewonnen – ungeachtet einer gewissen Gegenbewegung in dieser Woche. Und auch gegenüber dem USD konnte der Euro zulegen – jüngst angeschoben durch schwächer als erwartete US-Inflationszahlen und die politischen Ereignisse in den USA. Seit Mitte April ist EUR/USD von 1.06 auf über 1.11 gestiegen.5

Quelle: BONDWorld.ch