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UBP Kommentar: EZB-Sitzung

UBP: Bei der EZB-Sitzung kündigte der EZB-Rat eine deutliche Erhöhung des Umfangs der PEPP-Käufe im nächsten Quartal an.

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von Mohammed Kazmi, Fixed Income Portfolio Manager and Macro Strategist bei Union Bancaire Privée (UBP)


Es war erwartet worden, dass Christine Lagarde dies in der Pressekonferenz kommentieren würde. Die Tatsache, dass die Erhöhung in die Erklärung aufgenommen wurde, verstärkt die Botschaft, dass die EZB eine Verschärfung der Finanzierungsbedingungen verhindern will. Erster Nutznießer dieser Schlagzeile war das Peripherie-Risiko, da sich die Spreads italienischer Staatsanleihen (BTP) aufgrund eines stärkeren Rückhalts durch die EZB in naher Zukunft verengen. Wir sehen Unterstützung für BTPs sowohl aus technischer Sicht, bedingt durch die EZB-Käufe, als auch aus der Makroperspektive angesichts der von Draghi geführten Regierung. Das Augenmerk wird sich nun auf die wöchentlichen Kaufdaten richten, um zu sehen, wie viel die EZB am Ende tatsächlich aufkauft.

Wir sind für das Risiko höherer Renditen positioniert, da die Volkswirtschaften sich wieder öffnen und das Wachstum sich weiter erholt. Allerdings gehen wir dieses Exposure über US-Dollar-Kurse und nicht über Euro-Kurse ein, nachdem wir im Februar – als die EZB begann, sich deutlicher zu äußern – Gewinne aus Euro-Long-End-Shorts mitgenommen haben. Im Gegensatz dazu scheint die US-Notenbank (Fed) die Zinserhöhung, die sie angesichts der zunehmend optimistischen Wachstumsaussichten wahrscheinlich als natürliche Entwicklung ansieht, vorerst gelassener zu sehen. Dies dürfte dazu führen, dass die Zinsdifferenz zwischen US-Dollar und Euro groß bleibt, was unserer Meinung nach auch den Euro belasten könnte.“

Quelle: BONDWorld.ch