US-Notenbank erwägt weitere Normalisierungsmassnahmen

Schweizer Dividendensaison im vollen Gange…


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Raiffeisen : Economic Research Wochenausblick


Die US-Zinspolitik hat an den Märkten erneut für etwas Bewegung gesorgt, nachdem das Protokoll der letzten Fed-Sitzung gezeigt hatte, dass die Mehrheit der Notenbanker eine Reduktion der Notenbankbilanz noch in diesem Jahr für angemessen hält. Dies unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftliche Entwicklung wie erwartet verläuft. Das würde kein aktiver Verkauf von Obligationen aus dem Anleihenkauf-Programm bedeuten, aber dass Obligationen-Fälligkeiten aus diesem Programm nicht reinvestiert werden. Zudem beurteilten einige Komitee-Mitglieder die Aktienmärkte als „ziemlich hoch“ bewertet, was die Börsen kurzfristig etwas belastete.

Dagegen geben die globalen Konjunkturdaten den Aktienmärkten anhaltend Unterstützung. Die verlässlichen Einkaufsmanager-Indizes sind auch für März auf deutlich expansiven Niveaus verharrt und legen eine solide Wirtschaftsentwicklung nahe. In den USA hat sich der entsprechende Index um knapp 58 Punkte gehalten, bei einem historischen Mittelwert von 52 Punkten. In der Schweiz hat der vergleichbare Index im März den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht. Die Befragung der Schweizer Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe kontrastiert somit deutlich mit dem starken Gegenwind, dem die Industrie aufgrund des starken Frankens weiterhin ausgesetzt ist. Die hohen Werte für die Einschätzung des Auftragsbestandes deuten zudem auch für die kommenden Monate eine solide Wirtschaftsentwicklung an. Ob sich die guten Vorgaben auch weiterhin in einer positiven Entwicklung bei den Unternehmensgewinnen widerspiegeln, wird in den kommenden Wochen die Berichtssaison der Unternehmen zum Q1 zeigen. Diese setzt in den USA nächste Woche ein, wie üblich eröffnet durch die Banken. Mit JPMorgan, Wells Fargo und Citigroup legen gleich drei Schwergewichte los und geben für den Sektor die Richtung vor. Den positiven Grundtenor bei der Gewinndynamik der Vorquartale dürften sie dabei aufrechterhalten.

Die ersten Schweizer SMI-Unternehmen werden erst ab 20. April (ABB, Actelion) die Zahlen zum ersten Quartal veröffentlichen. Davor bleiben die Dividenden für das Vorjahr im Fokus. Mit Zurich und Swisscom haben sehr gute Dividendenzahler den Ausschüttungstermin bereits hinter sich. Nächste Woche wird die Aktien von Nestlé um die Dividende von CHF 2.30 leichter handeln.

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In einer aufgrund von Karfreitag verkürzten Börsenwoche ist der Datenkalender in den kommenden Tagen sehr dünn. Die US-Inflationsdaten dürften das Bild aus Europa bestätigen, dass der temporäre Höchststand im Februar erreicht wurde und nun aufgrund des Basiseffektes bei den Energiepreisen eine Konsolidierung ansteht. Bei der Kerninflation allerdings – also unter Ausschluss der volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise – ist dieser Rückgang nicht zu spüren. Die Konsumentenpreisentwicklung in den USA rechtfertigt demnach weiterhin zusätzliche Zinserhöhungen im Jahresverlauf.

Sollte es wie erwartet bei zwei weiteren Fed-Zinsschritten im Jahresverlauf bleiben, dürfte die USD-Hausse keine neue Nahrung erhalten. Mit der Ausweitung der Zinsdifferenz sollte aber der USD gegenüber dem Franken leicht über Parität handeln.

Quelle: BONDWorld.ch